Inhalt
Lateral fixation of the patella
Lateral patella fixation
Lateral patella luxation
Seitliche Patellaluxation Patellafixation, Kniescheibenluxation
Luxation, Dislokation, Ektopie, Fixation, Verlagerung der Kniescheibe
Französisch
Nicht identifiziert
OMIA#
--
NCBI gene
Mutation
Erbgang
Autosomal rezessiv, monogen
(Hermans WA et al 1987)
Die laterale Luxation ist eine seltene, kongenitale und erbbedingte Krankheit. Sie tritt ein- oder beidseitig bei neugeborenen Fohlen oder in den ersten Lebenstagen auf.
Die Kniescheibe springt aus der Rollfurche des Femur (Os femoris; Oberschenkelknochen) und wird seitlich nach aussen verlagert.
Ursache: Hypoplasie (Dysplasie, Unterentwicklung, Abflachung) des äusseren Rollkamms; die Verlagerung wird durch eine steile Stellung der Hinterhand begünstigt (ungenügende Winkelung des Knie- und des Sprunggelenks).
Habituelle oder rezidivierende Luxation (Subluxation): Auswärtsdrehung des Kniegelenkes; steifer Gang mit Fussung auf den Zehenspitzen, leichtgradige Lahmheit; die Kniescheibe kann manuell leicht reponiert/eingerenkt werden, die Verlagerung tritt aber nach wenigen Schritten wieder auf.
Stationäre Luxation: Festhacken der Kniescheibe mit stark abgewinkelten Knie- und Sprunggelenken (hundesitzige Stellung); es ist dem Fohlen nicht mehr möglich, das Kniegelenk zu strecken und aufzustehen; eine manuelle Verlagerung ist kaum möglich.
Folgen: Knorpelschäden der Kniescheibe, des Rollkamms und der Rollfurche, arthritische Veränderungen mit Gelenkerguss (Flüssigkeit im Gelenk).
Erbbedingte Einschränkung einer Organfunktion (Bewegungsapparat). Schäden, die zu Funktionsausfällen führen sowie Leiden (Schmerzen), die den Allgemeinzustand beeinträchtigen.
Massgebende Kriterien für die Beurteilung der Belastungen sind insbesondere:
Zuchtstrategie und Massnahmen
Eltern
Gezielte Anpaarungen, Anpassung der Zuchtstrategie (die Eltern der betroffenen Tieren sollten nicht mehr in der Zucht einsetzt werden)
Betroffene Nachkommen
Diagnose (Palpation der Kniescheibe; Röntgen); Differentialdiagnose (mediale Luxation, Luxation nach oben; Trauma); chirurgische Behandlung (Edinger and Stanek C 1991; Ghasemi S et al 2015); betroffene Tiere sollen in der Zucht nicht eingesetzt werden. Im schlimmsten Fall Euthanasie.
Rassen
DNA-Test
NEIN
Remarques
LITERATURVERZEICHNIS
Wissenschaftliche Veröffentlichungen
2015
(en) GHASEMI S, SARDARI K, MOHAMMADNIA AR, ALIPOUR F, MIRSHAHI A, RAJABIOUN M. (2015). Surgical Repair of Lateral Patellar Luxation in Two Foals. Iranian Journal of Veterinary Surgery, 10(1): 59-63
2009
(en) BUSSCHERS E. (2009). Patellar luxation in horses: Treatment and prognosis. Equine Veterinary Education, 21(9): 464-466.
(en) TALBOT AM, SINGER ER. (2009). Luxation of the patella in foals. Equine Veterinary Education, 21(6), 313-314.
<2004
(de) EDINGER H, STANEK C. (1991). Operative Behandlung einer beidseitigen kongenitalen stationären Luxation der Patella nach lateral bei einem Shetlandfohlen durch Keilosteotomie im Bereich der Trochlea ossis femoris [Surgical correction of a congenital bilateral lateral stationary patellar luxation in a Shetland-filly using trochleoplasty by wedge osteotomy]. Pferdeheilkunde, 7(4): 197-203
(en) ENGELBERT TA, TATE LP JR, RICHARDSON DC, HONORE EK, LITTLE ED. (1993). Lateral patellar luxation in miniature horses. Veterinary Surgery, 22(4): 293-297
(en) HERMANS WA, KERSJES AW, VAN DER MEY GJ, DIK KJ. (1987). Investigation into the heredity of congenital lateral patellar (sub)luxation in the Shetland pony. Veterinary Quarterly, 9(1): 1-8
(en) LA FAUNCE NA, LERNER DJ, O'BRIEN TR. (1971). Bilateral congenital lateral patellar luxation in a foal. The Canadian Veterinary Journal, 12(5): 119–120.
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